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Verschattungs- und Verlustanalyse

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Verschattung ist einer der wichtigsten und am meisten missverstandenen Teile der PV-Auslegung.

Der Kernfehler vieler Erstkäufer ist die Annahme, dass 10% Schatten auch nur 10% Leistungsverlust bedeuten. In Stringsystemen ist das oft falsch. Ein kleiner Schatten kann einen viel größeren elektrischen Effekt auslösen, weil der Stromfluss vom schwächsten Teil des Strings begrenzt wird.

Dieser Leitfaden erklärt die nichtlineare Logik, Hotspots, Bypass-Dioden, typische Schweregrade und den Vergleich von String, Optimierer und Mikro-Wechselrichter.

Grafik zu Verschattungsverlusten

In einem Serienkreis wird der Strom vom schwächsten Abschnitt begrenzt.

Genau deshalb kann schon eine kleine teilverschattete Fläche große Folgen haben. Ein oft zitierter Lehrbuchfall zeigt, dass die Verschattung einer sehr kleinen Zellfläche die Modulleistung drastisch einbrechen lassen kann.

Es geht nicht nur um Ertrag, sondern auch um Hotspots

Abschnitt betitelt „Es geht nicht nur um Ertrag, sondern auch um Hotspots“

Wird eine verschattete Zelle rückwärts belastet, kann sie sich stark erhitzen.

Das Risiko:

  • Hotspots
  • Zellrisse
  • Verkapselungsschäden
  • schnellere Alterung

Deshalb ist Verschattung sowohl ein Ertrags- als auch ein Zuverlässigkeitsthema.

VerschattungsgradTypischer Effekt
leichtspürbare, aber noch begrenzte Verluste
mitteldeutlich schwächerer Modul- und Stringertrag
schwerstarke Verluste bis hin zu massiven Gesamteffekten

Entscheidend ist nicht nur die Fläche, sondern wann und wo die Verschattung auftritt.

Moderne Module haben meist Bypass-Dioden, die Teilstrings überbrücken können.

Sie helfen:

  • extreme Verluste zu begrenzen
  • Hotspot-Risiko zu senken
  • leichte Teilverschattung besser zu tolerieren

Sie lösen aber nicht:

  • ungleich verschattete Module im selben String
  • komplexe MPPT-Verläufe mit mehreren lokalen Maxima
ArchitekturVerhalten bei VerschattungKostenMonitoring
StringschwächerniedrigSystemebene
Optimierer + Stringdeutlich bessermittelModulebene
Mikro-Wechselrichtermeist am bestenhöherModulebene

Mikro-Wechselrichter spielen ihre Stärke vor allem bei ungleichmäßiger, wiederkehrender Verschattung aus, weil jedes Modul unabhängig arbeitet.

  • Schornsteine
  • Lüfter und Dachdurchdringungen
  • Bäume
  • Nachbargebäude
  • Selbstverschattung bei Flachdach- oder Freiflächenreihen
  • Schmutz und Ablagerungen
  • Schattenfläche direkt in Verlustprozent übersetzen
  • nur den Sommermittag prüfen
  • Bypass-Dioden als Lösung überschätzen
  • Selbstverschattung ignorieren
  • ungeeignete Elektronikarchitektur auf komplexen Dächern wählen
Play
  • Verschattungsverluste sind nichtlinear und oft größer als die sichtbare Schattenfläche vermuten lässt.
  • Bypass-Dioden helfen, aber sie machen Verschattung nicht harmlos.
  • Wiederkehrende Verschattung kann Optimierer oder Mikro-Wechselrichter rechtfertigen.